Alles läuft ruhig, strukturiert und geordnet

„Die Isolationsstation des Krankenhauses ist zu 70 Prozent belegt. Glücklicherweise weisen alle Patienten einen gemäßigten Krankheitsverlauf auf“, erklärt der Ärztliche Direktor Dr. Andreas Lammert. Kein Patient musste bisher auf der Intensivstation beatmet werden (Stand: 6.04.).

Die Abläufe haben sich inzwischen gut eingespielt. Man erhalte positive Rückmeldungen von Pflegekräften und Patienten, dass alles ruhig, strukturiert und geordnet abläuft. Es gebe auch ein großes Verständnis für die notwendigen Maßnahmen. „Dahinter steht eine gut eingespielte Organisationsstruktur“, stellt Standortleiterin Daniela Kleeberg fest. „Isolierstation und der normale Krankenhausbetrieb sind räumlich, organisatorisch und administrativ strikt getrennt. Wir behandeln auch Covid-infizierte Patienten mit anderen Erkrankungen, die stationär behandelt werden müssen. “

Mit der Grund- und Regelversorgung stehen das Krankenhaus St. Carolus und auch die Notfallambulanz weiterhin auch für die „normale“ Gesundheitsversorgung der Patienten, auch ohne Corona-Verdacht, zur Verfügung. Gerade Patienten mit fieberhaften Erkrankungen, mit Schmerzen und natürlich mit Krebserkrankungen werden entsprechend versorgt. „Wir spüren die Auswirkungen, dass Patienten in Görlitz verunsichert sind. Viele Praxen in der Stadt Görlitz werden in diesen Tagen weniger frequentiert, andere haben ganz geschlossen“, erklärt der Ärztliche Direktor, der auch zusammen mit dem Generalbevollmächtigten Hans-Ulrich Schmidt dem Pandemiestab vorsitzt. „Im St. Carolus Krankenhaus herrscht durchgehend Betrieb, denn das Haus hat sich für die Behandlung von Corona-Patienten stark gemacht und stellt dafür eine separate Isolierstation zur Verfügung.“ In täglichen Sitzungen berät sich der Pandemiestab des Krankenhauses und zweimal wöchentlich per Telefonkonferenz mit den umliegenden Krankenhäusern und der Zentralen Krankenhausleitstelle Corona Dresden/Ostsachsen am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden, die die Belegung mit Corona-Patienten koordiniert.

Auf der gesonderten Isolierstation im St. Carolus, wie auch in allen anderen Bereichen, ist geschultes Personal eingesetzt. „Krankenhäuser haben im Allgemeinen immer wieder mit Infektionskrankheiten zu tun. Saisonal bedingt werden Patienten mit Influenza, Noroviren und anderen Erregern, wie jetzt auch Covid-19 (Coronavirus SARS-CoV-2), behandelt. Deshalb stellen Isolierungsmaßnahmen in den Krankenhäusern kein neues Problem dar“, sagt Dr. Andreas Lammert.

Die besonderen Maßnahmen bei Covid-infizierten Patienten beziehen sich zusätzlich auf einen gesonderten Gesichtsschutz. Die Hygieneregeln orientieren sich an den Richtlinien des Robert Koch Institutes (RKI). Die Hygienefachkraft des St. Carolus, Janina Jonas, begleitet alle Maßnahmen mit dem verantwortlichen Hygienearzt Prof. Dr. Lutz Jatzwauck von der UKD Gustav Carus und schult regelmäßig alle Mitarbeiter. Die Richtlinien schreiben die Verwendung von Schutzkittel, Mundschutz und Brillen vor. Gesichtsschirme bieten eine zusätzliche Sicherheit für die Ärzte und das Pflegepersonal. Im St. Carolus werden Gesichtsschirme und textile Mund-und-Nasenschütze bereits in Eigenproduktion hergestellt, um Engpässen vorzubeugen.

 

Die KV-Screeningsstelle am Standort St. Carolus wird regelmäßig von Corona-Verdachtspatienten zur Prüfung aufgesucht. Sie wird durch die Görlitzer KV-Bereitschaftspraxis unter der Leitung von Dr. Großmann koordiniert. Das Krankenhaus führt selbst keine Tests für ambulante Patienten durch. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen hat die Räumlichkeiten auf dem Carolus-Campus gemietet und gibt Auskunft über die Anzahl der Tests und die Zeit bis zum Ergebnis.

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