Hoffen auf Weihnachtsmärkte

In der Kreisstadt Senftenberg will man nicht so schnell aufgeben. »Bürgermeister Andreas Fredrich ist zuversichtlich, dass es in enger Absprache mit dem Veranstalter und allen beteiligten Behörden gelingt, einen Weihnachtsmarkt in einer etwas anderen Form – etwa in einer kleineren Variante und räumlich entzerrt – anbieten zu können. Die Planungen und Absprachen hierfür laufen bereits seit Wochen. Aber entscheidend ist die weitere Entwicklung der Pandemiesituation und der Infektionszahlen«, berichtet Stadtsprecher Henry Doll und fügt an, dass oberste Priorität die Sicherheit der Marktbesucher und Marktbetreiber hat. Wie er informiert, soll bis spätestens Ende Oktober eine Entscheidung zum Weihnachtsmarkt getroffen sein. Als Termin sei tradidionell das zweite Adventswochenende (3. bis 6. Dezember) angedacht.

Abseits davon möchte man trotzdem eine Adventsstimmung in der Innenstadt aufkommen lassen. »Wie in jedem Jahr wird die Stadt mit Unterstützung der Stadtwerke weihnachtlich illuminiert, der Weihnachtsbaum für den Markt ist bereits geordert und wird wieder ab dem 1. Advent weihnachtliche Stimmung verbreiten«, sagt Doll.

In Lübbenau sind der Weihnachtsmarkt mit Winterlicher Theaterkahnfahrt am 12. und 13. Dezember abgesagt, berichtet die Interessengemeinschaft Altstadt-Lübbenau (IGEA). Doch mit den »Lübbenauer Altstadt-Türchen« gibt es eine alternative Aktion. »Vom 6. bis 24. Dezember soll es in Geschäften und Gaststätten kleine Aktionen und Überraschungen geben. Jeder kann sich für seine Branche etwas Originelles einfallen lassen. Es ist eine Art Adventskalendertürchen, das wir täglich öffnen möchten«, berichtet Angela Glaubitz, IGEA-Vorsitzende. »Es gibt bereits positive Rückmeldungen. Am 29. Oktober wollen wir dazu Einzelheiten besprechen«, erzählt sie und fügt an, dass sich nicht nur IGEA-Mitglieder, sondern auch alle anderen Gewerbetreibenden an der Aktion beteiligen können.

In Vetschau wird es erstmals einen Weihnachtsmarkt an der Slawenburg Raddusch geben. Eingeladen wird dazu vom 27. bis 29. November, berichtet Stadtsprecher Steffen Römelt. Zu erwarten sind Brauchtum und Traditionen mit künstlerischen und handwerklichen Angeboten. »Zudem wird es eine eigene Weihnachtsmarktwährung in Form von speziellen Talern geben«, verrät Römelt.

In Großräschen wolle man den Weihnachtsmarkt am zweiten Adventswochenende ungern ausfallen lassen. »Deshalb erarbeiten wir ein Konzept, mit dem wir unter Beachtung der aktuellen Corona-Regeln einen Markt durchführen könnten. Eine hausinterne Entscheidung darüber wird es Ende Oktober geben«, berichtet Karin Neufeld, Amtsleiterin Allgemeine Verwaltung.

In Lauchhammer plant die Stadt, die Durchführung des Weihnachtsmarktes traditionell am ersten Adventswochenende. »Dazu wurde ein spezielles Hygienekonzept erarbeitet und beim Gesundheitsamt eingereicht. Eine Bestätigung steht noch aus«, informiert Stadtsprecher Heiko Jahn. Das Konzept beinhalte etwa größere Abstände zwischen den einzelnen Ständen und die zahlenmäßige Erfassung der Besucher an zwei Ein- beziehungsweise Ausgängen. Die personelle Absicherung soll durch Mitarbeiter der Stadtverwaltung erfolgen.

In Calau denkt man laut Stadtsprecher Jan Hornhauer über eine Alternative zum traditionellen Weihnachtsmarkt nach. Die Interessengemeinschaft »In Calau clever kaufen« bereitet laut Sprecherin Marion Goyn zudem ab dem 1. Dezember einen Schaufensterwettbewerb vor. Für die Gestaltung der Fenster gebe es bereits einige Themenideen – etwa Altes Spielzeugfenster, Atelierfenster, Schlittenfahrtfenster und Weihnachtstanzschaufenster.

(Red.-Hinweis: Stand 20. Oktober)

 

 

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