Kinderhaus steckt sich neue Ziele

Andreas Berger-Winkler aus dem Regionalvorstand der Südbrandenburger Johanniter erklärt: »Die Betriebskosten für das Kinderhaus werden nicht komplett über den Hospizpflegesatz der Krankenkassen gedeckt. Dieser Betrag stellt die medizinische und die pflegerische Versorgung sicher. Er reicht aber nicht aus, um die gesamten laufenden Kosten zu decken. Viele Zusatzangebote an Therapien und Begleitung für die erkrankten Kinder und ihre Familien sowie die Unterbringung der Eltern und Geschwister müssen großteils über Spenden finanziert werden«.

Geplante Ziele: Fahrradbox & Integrationswerkstatt

So stehen aktuell zwei Projekte im Fokus, die überwiegend mit Spenden finanziert werden sollen. Im Außenbereich soll eine 40 Quadratmeter große Fahradbox entstehen. Diese soll Platz für 22 Fahrräder bieten und sechs Elektroladestationen beinhalten. »Einige Familien bringen Spezialfahrräder oder Fahrradanhänger für ihre Kinder mit, die aufgrund der Sonderanfertigung einen enormen Platzbedarf haben. Die können leider nicht im Kinderhaus selbst untergestellt werden. So soll die Fahrradbox als überdachte Abstell- und Auflademöglichkeit dienen«, sagt Einrichtungsleiterin Daniela Konzack. Rund 23 350 Euro koste die Sonderanfertigung. Im Frühjahr 2022 soll die Fahrradbox bereits nutzbar sein.

Zudem soll im kommenden Jahr ein multifunktionales Werkstattgebäude für ergänzende Therapie- und Freizeitangebot sorgen. »Dort können Kinder an speziellen Werkbänken und mit kindgerechtem Bastelwerkzeug handwerklich tätig werden und etwa mit Ton, Holz sowie Pflanzen arbeiten. Hier sind natürlich auch gemeinsame Projekte mit der benachbarten Schule und Kita denkbar«, erzählt Daniela Konzack. Im Sinne einer nachhaltigen Energienutzung sollen auch zwei öffentlich nutzbare E-Ladesäulen für Pkw eingerichtet werden. Zugleich soll das Werkstattgebäude für eine kleine Tierhaltung nutzbar sein. Das gesamte Gebäude habe eine Größe von 75 Quadratmeter und koste 143 000 Euro.

Schirmherrin Elke Gräfinvon Pückler ist ein Segen

Große Unterstützung erhalten die Johanniter von Elke Gräfin von Pückler. Sie ist seit März 2018 Schirmherrin für das Kinderhaus in Burg. »Es ist ein einmaliges Projekt im Land Brandenburg. Alle Beteiligten sind mit viel Liebe und Engagement dabei, um kranken Kindern und ihren Familien eine schöne Zeit zu ermöglichen. Gerade im Advent bietet es sich an, an andere Menschen zu denken – besonders an die, denen es nicht so gut geht«, sagt Elke Gräfin von Pückler. Für Andreas Berger-Winkler ist ihr Engagement ein Segen für das Kinderhaus: »Ihr Netzwerk und Aufruf zur Unterstützung hat uns schon in vielen Situationen enorm geholfen. Aber auch ihre Ideen nehmen wir immer gern auf.« Laut Berger-Winkler hat sich das Kinderhaus gut entwickelt: »Das Team ist weiter gewachsen. Wir konnten immer mehr Familien in der schwierigen Gesamtsituation aufnehmen. Die Integration in die Spreewaldgemeinde Burg ist hervorragend – von vielen Seiten gibt es regionale wie auch überregionale Unterstützung.« Mehr als 60 Kinder konnten bisher mit ihren Familien im Kinderhaus betreut werden. Laut Daniela Konzack gibt es eine stabile Auslastung in den Bereichen Hospiz und Wohngruppe.

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