Mehr Platz im 18-Meter-Schulbus

Viel mehr Platz und besser Möglichkeiten zum Abstand halten für die Schüler, sollen die neu angeschafften rot-weißen Gelenkbusse im Landkreis Meißen jetzt bieten. Diese beiden Gelenkwagen sind 18 Metern lang und damit 6 Meter länger als normale VGM-Überlandbusse. Sie haben 40 Sitz- und 100 Stehplätze sowie zwei Rollstuhlplätze. Die Rollstuhlfahrer gelangen bequem mittels elektrischer Rampe in die Busse. Auffallen werden sie an den Haltestellen der Verkehrsgesellschaft Meißen (VGM)  auf jeden Fall, denn die VGM-Busse sind in der Regel weiß-grün.

Hintergrund ist, dass die VGM einen in die Jahre gekommenen MAN-Gelenkbus und den Göppel-Hängerzug ausgesondert hat und durch zwei höherwertige, aber auch gebrauchte Gelenkbusse von Mercedes Benz ersetzt hat. Das war keine ganz einfache finanzielle Entscheidung, denn gegenwärtig kann die VGM keine Förderung von Bussen beantragen und muss die Kosten aus Eigenmitteln finanzieren.

Die Fahrzeuge vom Typ Evobus Citaro O 530 G, Baujahr 2007 werden derzeit noch spezifisch technisch ausgerüstet. Als eines der wichtigsten Bauteile wird der Bordrechner EVENDpc vom Hersteller INIT eingebaut. Dieser koordiniert alle nötigen Funktionen des »Rechnergestützten Betriebsleitsystems« im Fahrzeug, hält die Verbindung zur Leitstelle und schafft die Grundlage für eine im VVO einheitliche und standardisierte Echtzeitauskunft:  Im Internet oder per Mobiltelefon können sich somit die Fahrgäste genau erkundigen, in wie vielen Minuten der nächste Bus abfährt.

Natürlich werden die Busse auch über Monitorsysteme für die Fahrgastinformation – also Fahrzielanzeige und Haltestellenanzeige – im Innenraum verfügen. Damit beim Busfahrer auch Fahrscheine gekauft werden können, beinhaltet der Bordrechner auch die Verkaufstechnik und ist mit E-Ticket-Scanner und Barcode-Scanner ausgerüstet. Wenn alle diese Einbauten durch die Mitarbeiter der VGM-Werkstatt abgeschlossen sind, erfolgt noch eine technische Untersuchung. Die gesamten Ausrüstungsmaßnahmen dauern in der Regel ca. drei Wochen.

Wegen ihrer hohen Platzkapazität werden die Rot-Weißen im Schülerverkehr und in Spitzenzeiten eingesetzt. Zum Beispiel werden sie auf der Linie 418 Meißen – Nossen und Stadtbus Meißen Linie C eingesetzt.

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