Millionenspritze für Pücklers Baumuniversität in Branitz

„Der Bund fördert das Projekt ‚Branitzer Baumuniversität‘ jetzt mit einer Summe von fünf Millionen Euro“, teilten die Lausitzer Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Schulze (CDU) und Ulrich Freese (SPD) mit. Die Bundesförderung erfolgt über das Programm „Modellprojekte zur Klimaanpassung in urbanen Räumen“. Damit unterstützt der Bund die klimagerechte Anpassung von historischen Park- und Grünanlagen und eröffnet innovative Wege, um mit neuen Gehölzarten auf die veränderten Witterungsbedingungen und den gestiegenen Schädlingsbefall zu reagieren.

„Der Fürst war schon damals immer für eine Überraschung gut“ erinnerte der Branitzer Parkleiter Claudius Wecke an den schillernden Gartenkünstler. Als erstem gelang es ihm, in Preußen einen großen, alten Baum zu verpflanzen. Dank seiner spektakulären „Baum-Maschine“, dessen Know-how er von einer England-Reise mitgebracht hatte, konnte Pückler seine Träume vom perfekten Landschaftsgarten verwirklichen. „Die Verpflanzung großer Bäume war ein Markenzeichen des Fürsten Pückler“, so der Parkleiter. In der Branitzer „Baumuniversität“ ließ er außerdem junge Bäume pflanzen, die dann später in den Park umgesetzt wurden. Seit nunmehr zehn Jahren wird nun das geniale Vorhaben Pücklers am Originalstandort erfolgreich fortgesetzt und ins „21. Jahrhundert weitergedacht“, so die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz. Die fünf Fördermillionen für die „Branitzer Baumuniversität“ sind der Start in eine neue Ära, so Stiftungsvorstand Stefan Körner. Damit kann ab 2021 ein bedeutendes Zentrum für die Vermehrung wertvoller historischer Gehölze geschaffen werden. (kay)

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