Neue Säulen an der Grenze

An der Grenze zwischen Deutschland und Polen gibt es im Bereich des Freistaates Sachsen 307 deutsche Grenzmarkierungssäulen. Die Grenze entlang der Neiße wurde in den Fünfzigerjahren vermarkt. Zunächst zeigten Holzsäulen den Verlauf, die aber in den Sechzigern durch Betonsäulen ersetzt wurden. Im Laufe der Jahre hat der Zahn der Zeit an ihnen genagt, weswegen sie jetzt ausgetauscht werden müssen.

Nachdem im Herbst 2018 bereits 16 Säulen ersetzt wurden, wird der Austausch nun bis zur brandenburgischen Grenze fortgesetzt. Die Arbeiten, die im Auftrag des Staatsbetriebes Geobasisinformation und Vermessung Sachsen (GeoSN) durchgeführt werden, dauern voraussichtlich noch bis Anfang 2020. »Inzwischen sind etwa 50 Prozent der alten Säulen beschädigt«, sagte Barbara Wolters vom GeoSN zu Beginn der Arbeiten im Herbst 2018. Einige der Säulen sind abgeschlagen, andere stehen durch Hochwasserschäden schief. Die neuen Säulen sind aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Insgesamt sind sie etwa drei Meter lang, 2,10 Meter über der Erde und einen Meter in der Erde.

Der Austausch der ersten 16 Säulen hatte am 10. Oktober 2018 in Zittau begonnen. Schon damals war unklar, wie lange die Arbeiten insgesamt dauern würden. »Einen genauen Zeitplan können wir noch nicht benennen. Das hängt sehr stark vom Zustand des Geländes ab«, erklärte Barbara Wolters damals. Die Säulen stehen teilweise auf schwer zugänglichem, manchmal sumpfigem Gelände. An mancher Stelle verlaufen auch Gasleitungen, so dass die Erneuerung sehr aufwändig sein kann. Gekostet haben die neuen Säulen rund 300000 Euro. Dazu kommen je nach Gelände und Zugänglichkeit rund 700 bis 1600 Euro pro Säule für das Austauschen von Alt gegen Neu.

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