Neue Sporthalle wird gekrönt

Mit kräftigen Hammerschlägen haben Bürgermeister Uwe Anke und Schulleiter Michael Janik symbolisch die letzten Zimmermannsnägel in den Rohbau der neuen Sporthalle an der Dr. Eberle Oberschule auf dem Kirschberg eingeschlagen. Am Standort entsteht eine neue Zweifeldsporthalle für den Schul- und Vereinssport, die sich durch eine lange und schwierige Planungsphase gekämpft hat.

Komplizierter Baugrund

Bereits vor vier Jahren haben die Planungen und erste Baugrunduntersuchungen begonnen. Schließlich mussten 48 Bohrpfähle zur sicheren Gründung des Baus in den abschüssigen Boden gerammt werden. Das Gelände fällt zum Muldeufer ab und das Obermaterial aus Mutterboden, Erde, Sand und Lehm liegt auf Felsen auf. Ein Abrutschen wäre ohne die eingebrachte tiefe Gründung nicht ausgeschlossen. Jetzt besteht der Bau aus 20 Stahlbetonsäulen, die acht 23 Meter lange Binder aus Holz halten.

Mehrkosten

Auch das führte zu einer aufwändigen und langen Planung. Seit dem sind die Baupreise gestiegen und auch der statische Aufwand musste erhöht werden, sodass die Halle heute mit mehr als vier Millionen Euro zu Buche schlagen wird – ursprünglich geplant waren etwas mehr als zwei Millionen Euro. Der Stadtrat musste seinen Beschluss und sein Bekenntnis zur neuen Sporthalle erneuern und für eine Kreditaufnahme stimmen. »Die Halle ist die kostenintensivste Hochbaumaßnahme der vergangenen 30 Jahre in Nossen«, fasste Bürgermeister Uwe Anke zusammen und dankte den Stadträten für ihren Beschluss.

Die Idee

Die ursprüngliche Idee für die neue Halle hatten die damaligen Schüler der Oberschule. Sie äußerten bei einer Demokratie-Diskussion im Sächsischen Landtag wie unzufrieden sie mit ihrer alten, teilweise defekten und viel zu kleinen Sporthalle sind. Landtagsabgeordnete Daniela Kuge (CDU) hatte die Schüler damals eingeladen und ermutigt ihre Ideen und Ziele durchzusetzen. »Ich freue mich besonders, dass wir heute im Rohbau der Halle stehen. Die Schüler haben nicht nur ihre Lehrer sondern auch die Verwaltung und Stadträte überzeugt und das Projekt angeschoben, dass heute zum ersten Teil geschafft ist«, fügt Daniela Kuge an. Vom Freistaat gabs Fördermittel. So wird für die künftigen Schüler ein attraktives Lernumfeld im Bereich Sport geschaffen, dass dringend notwendig war.

Der Bauablauf

Der Bau liegt heute wieder im Zeitplan. Die Arbeiter der Firma TS Bau haben anfänglichen Verzögerungen wegen der aufwändigen Zusatzarbeiten im Untergrund wieder aufgeholt. Es wurde im Zwei-Schicht-Betrieb oft bis samstags in den späten Abend gearbeitet. Bis zum Wintereinbruch soll die Gebäudehülle geschlossen werden und über die kalte Jahreszeit dann die Innenausbauten erfolgen.

Neue Pläne

Die alte Halle wird nach der Fertigstellung der neuen Sportanlage vom Grundstück entfernt. »In diesem Bereich wird das Außengelände der Schule neu gestaltet und Freitzeit- und Außensportanlagen angelegt«, erklärt Schulleiter Michael Janik. 

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