»Paula on Tour« Ankunft in Uruguay

Nach einem unruhigen Flug erreichen wir die Hauptstadt von Argentinien, Buenos Aires. Von hier geht die Fähre nach Montevideo. Ja, aber es geht nicht immer alles glatt…

Ach, was waren wir glücklich, dass wir ein Fährticket in den Händen hielten, das um die Hälfte billiger war. Leider dauerte unsere Freude nicht sehr lang: Auf der Fähre stellten wir fest, dass diese nur bis Colonia del Sacramento fährt. Ja, wer nur die Hälfte bezahlt, bekommt auch nur die Hälfte der Wegstrecke! Also mit samten Gepäck in den Bus umsteigen und noch einmal über zwei Stunden übers Land tingeln.

Aber wir gewinnen der Busfahrt etwas Gutes ab. Wir sehen etwas vom Land, und was wir sehen gefällt uns ausgesprochen gut. Leider kommen wir mit dem Bus auch noch auf der ganz anderen Seite der Stadt an, aber auch das bringt uns nun nicht mehr um. Spät Abends nach 32 Stunden erreichen wir unser Hotel. Ein guter Schlaf ist uns sicher. Wir haben das Wochenende Zeit um uns ein wenig die Altstadt von Montevideo anzuschauen und das tun wir ausgiebig. Alte Kolonialbauten stehen neben neuen Gebäuden. Händlermeilen reihen sich in Hafennähe aneinander. Riesige Kreuzfahrtschiffe stehen hier im Hafen und deren Passagiere überfluten in regelmäßigen Abständen die Stadt. Das treibt die Preise in ungeahnte Höhen. Da kann ein Glas Bier schon mal sechs Euro kosten. Entfernt man sich von dem Trubel, weg vom Hafen, erreichen die Preise wieder ein normales Level. Für Südamerika dennoch sehr hoch und auch teurer als in Deutschland.

An nächsten Morgen, pünktlich 9 Uhr, stehen wir am ersten Büro, von einer langen Liste, die wir abarbeiten müssen, um alle Genehmigungen und Stempel zu bekommen, damit auch »Paula« offiziell einreisen darf. Es öffnet sich aber keine Tür! Die Security teilt uns mit, das Feiertag ist. Den Dreikönigstag gibt es auch in Uruguay – an den hatten wir nicht gedacht. Alle Büros und auch der Hafen haben geschlossen. Wir müssen wieder im Hotel einchecken und noch einen Tag warten.

Einen Tag später, selbe Zeit, selber Ort. Wir starten mit unserem Marathon. Die Büros verteilen sich quer durch die Stadt und den Hafen. Es ist wie immer undurchschaubar. Zwischen Station fünf und sechs liegen die Nerven blank. Wir können den gelben Container Nr. 6, einfach nicht finden. Kreuz und quer laufen wir durch den Hafen. Unbarmherzig brennt die Sonne mit 32 Grad und versengt uns das Hirn.

Viereinhalb Stunden später bekommen wir den Schlüssel. »Paula« steht scheinbar unversehrt auf dem Parkplatz. Unsere Freude ist riesig. Noch zwei Ausfahrtkontrollen und wir verlassen überglücklich den Hafen.

Zwei Stunden später, und einige Dollar ärmer, stehen wir mit Vorräten an Bord am Strand und stoßen mit einem kalten Bier auf unsere »Wiedervereinigung« an. Jetzt kann es endlich losgehen…

Im Überblick

»El Paisito«, das kleine Land wird es oft genannt, dabei ist es eines der stabilsten und wohlhabendsten Länder Lateinamerikas.

Die Staatsform ist die einer präsidentiellen Demokratie mit Grundlage einer (oft geänderten)Verfassung.

Das öffentliche Gesundheitswesen ist auf einem guten Niveau und wie die Schulpflicht (8 Jahre) und der Kindergarten kostenlos.

Die Analphabeten Quote gehört mit zwei Prozent zu den niedrigsten der Welt. 

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