Riesaer Weihnachten in Zeiten der Pandemie?

Stadtverwaltung & FVG Riesa prüfen Durchführung eines Weihnachtsmarktes 2020: Die Corona-Pandemie wird auch zur Weihnachtszeit das am meisten diskutierte Thema sein.

Ein vernünftiger und verantwortungsbewusster Umgang bleibt für die Veranstaltungsbranche weiterhin eine sehr große Herausforderung: Hygienebestimmungen, Sicherheitskonzept, Abstandsgebote, Kontaktnachverfolgung. Deutschlandweit entbrennen in den Kommunen aktuell zudem die Diskussionen zur Realisierung der örtlichen Weihnachtsmärkte, welche Jahr für Jahr nicht nur ein fester Termin im Kalender jeder Stadt, sondern auch Identifikationsmerkmal der Bürger mit ihrer Heimat sind. So auch in Riesa.

„Unsere Klosterweihnacht hat sich in den acht Jahren ihres Bestehens zu einer festen Marke entwickelt“, so Riesas Oberbürgermeister Marco Müller (CDU). „Gerade die heimeliche Atmosphäre unseres Klosterhofs ist für viele Gäste aus nah und fern ein wichtiges Argument für einen Besuch in unserer Stadt“, so Müller. In Corona-Zeiten ist alles anderes. „Stadtverwaltung, FVG und langjährige Partner des Projektes ‚Riesaer Klosterweihnacht‘ haben in den vergangenen Wochen Möglichkeiten und Standorte diskutiert, um den Weihnachtsmarkt für die Riesaer auch in diesem Jahr zu einem echten Erlebnis werden zu lassen“, sagt das Stadtoberhaupt.

Neben dem Klosterhof sind ebenso Für- und Wider-Argumente bzgl. einer Durchführung auf der Hauptstraße, im Stadtpark, auf dem Rathausplatz oder an traditioneller Stelle im Klosterhof erörtert wurden. „Leider konnte in Bezug auf die Vorgaben der aktuellen Corona-Verfügung und der Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden, was allen Riesaern in der aktuellen Situation einen sicheren und zugleich erlebnisreichen Weihnachtsmarktbesuch ermöglicht hätte“, sagt FVG-Geschäftsführer John Jaeschke. „Wir sind allerdings sehr darin bestrebt, gerade in der aktuellen Zeit diese Gelegenheit zu bieten.

Daher verfolgen wir intensiv den Ansatz, in der SACHSENarena einen Weihnachtszauber entstehen zu lassen, welcher 2020 einmalig das weihnachtliche Flair aus den Klostergemäuern in unsere Veranstaltungshalle zaubert“, sagt Marco Müller.

Neben der fast 8.000 qm großen Hallenfläche, bietet vor allem die flexible Nutzungsweise der Riesaer Arena die idealen Voraussetzungen der sicherheits- und hygienetechnischen Umsetzung einer illuminierten Weihnachtswelt. „Natürlich sind wir uns bewusst, dass ungewöhnliche Zeiten auch ungewöhnliche Maßnahmen erfordern. Zudem wollen wir unserem Anspruch gerecht werden, ein gern besuchter Ort in der Vorweihnachtszeit auch in Zeiten der Pandemie bleiben“, so Müller.

„Die SACHSENarena ermöglicht es uns, nahezu 1.000 Besuchern gleichzeitig weihnachtliches Flair ohne lange Warteschlangen und wenig attraktiven Umzäunungen zu präsentieren. Wir befinden uns bereits in konstruktiven Gesprächen mit Lichtdesignern und Eventagenturen, um dieses Konzept auszufeilen, denn wir wollen gemütliches, weihnachtliches Flair erzeugen“, sagt John Jaeschke. „Allerdings plant unser Team auch zweigleisig und hält sich die Option einer Open-Air-Veranstaltung auch weiterhin offen, sofern es die Bestimmungen von Bund und Ländern zulassen sollten“, sagt der FVG-Chef.

Aktuell angedacht ist eine mögliche Durchführung des Weihnachtszaubers in der SACHSENarena vom 26. November bis 23. Dezember 2020. „Sowohl im Riesaer Stadtrat als auch bei unseren Sicherheitsbehörden fand die Gesamtkonzeption bereits sehr positives Feedback“, sagt Marco Müller. „Unser Team wird alle Möglichkeiten ausschöpfen, dass es in Riesa auch 2020 einen großartigen Weihnachtsmarkt geben kann. Das sind wir unseren Bürgern, als auch unseren vielen Gästen schuldig. In Anbetracht der aktuellen Notwendigkeit hinsichtlich der Anforderungen habe ich großes Vertrauen in die Mitarbeiter der FVG sowie unsere langjährigen Partner“, so der Oberbürgermeister.

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