Smartboards, CO2-Ampeln und Klimaschutz

Am auffälligsten sind die neuen Tafeln (Smartboards), die sowohl normal beschrieben als auch über Computer bedient werden können. Arbeitsblätter können so schnell angezeigt und an der Tafel bearbeitet werden, aber auch das Internet, Videos usw. können problemlos zur Vermittlung von Unterrichtsinhalten eingesetzt werden. Spezielle Akustikdecken, LED-Lampen und Raffstoreanlagen, die vor Sonneneinstrahlung schützen, aber dennoch durch eine spezielle Funktion Tageslicht hindurchlassen, werden für ein angenehmes Lernklima sorgen. Eingerichtet sind die Räume mit höhenverstellbaren Einzeltischen und ebenfalls höhenverstellbaren Stühlen. Sie bieten größtmögliche Flexibilität bei der Einrichtung des Klassenraumes und somit bei der Gestaltung von Unterricht, etwa, wenn in Gruppen gearbeitet wird.

Alle drei neuen Räume verfügen über Lüftungsanlagen mit CO2-Ampeln. Bei der Planung wurde eine Hybrid-Lösung festgelegt: Sollte der Luftwechsel über die Lüftungsanlagen nicht ausreichen, zeigen die CO2-Ampeln, die mit einem Sensor ausgestattet sind, dies an. Springt die Ampel also auf Rot, muss zusätzlich manuell über die Fenster gelüftet werden. „Weil wir selbst noch keine Erfahrungen damit haben, haben wir drei verschiedene Anlagen einbauen lassen“, erläutert René Pötschick vom Gebäudemanagement. „So können uns die Nutzer und unsere Hausarbeiter Rückmeldungen geben, welche Anlage in der Handhabung am wirtschaftlichsten und welche Belüftung für den Nutzer am angenehmsten sind.“ Dies komme dann künftigen Schul- und Kitabauten zugute.

Der Anbau, der annähernd spiegelgleich zum ersten „Würfel“ gebaut wurde, hat einen Fahrstuhl für den barrierefreien Zugang zur Schule erhalten. Außerdem bekommen sowohl der erste „Würfel“, als auch der neue Anbau eine Fassadenbegrünung an der Südseite, die im Sommer weniger Hitze in die Klassenräume lässt und einen Lebensraum für Insekten und Vögel bietet. Um die Schule mit selbsterzeugtem Strom zu versorgen, werden die beiden „Würfel“ zudem mit PV-Anlagen ausgestattet. Der erzeugte Strom wird für Schüler, Lehrer und Eltern gut sichtbar auf einem Bildschirm dargestellt und soll für die Themen Klimaschutz und Erneuerbare Energien sensibilisieren.

Notwendig wurde der Anbau, weil die derzeitigen Horträume nicht ausreichen. Im kommenden Schuljahr soll der Hort das komplette Erdgeschoss belegen. Deshalb ist der untere der drei neuen Räume für den Hort vorgesehen, die beiden anderen Räume werden von Schulklassen genutzt. Bis zum vollständigen Bezug müssen noch eine flächendeckende Brandmeldeanlage im Haus installiert und Brandschutztüren eingebaut werden. Die Bauleistungen dafür wurden bereits ausgeschrieben und werden in den nächsten Wochen beauftragt. Zusätzlich wird im Bestandsgebäude die Elektrik im Sommer 2021 erweitert, sodass auch im kommenden Schuljahr die restlichen Klassenräume mit den hochmodernen Tafeln ausgestattet werden können.

Nach Fertigstellung wächst die Kapazität des Hortes von 150 auf rund 250 Plätze. Über einen weiteren Anbau an die Schule werden demnächst die politischen Gremien entscheiden. Vorgesehen war, zur Straßenseite hin eine „Schublade“, also eine Erweiterung in der ersten Etage, zu bauen. Die Stadtverwaltung rechnet künftig mit einem Schülerwachstum und schlägt deshalb einen Anbau über drei Etagen vor, der vier neue Klassenräume, mehr Platz für Personalräume und eine Bibliothek beherbergen könnte. So würde aus der derzeitigen 2,5-zügigen eine 3-zügige Schule werden.

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