„Support your local artist“

Die Bühnen und Clubs sind leer und die Kassen der selbständigen Künstler auch. Musiker*innen
können nicht in Kurzarbeit geschickt werden oder aufs Arbeitsamt. Prominente Künstler werden auch
währende der Corona-Krise weiter ein recht gutes Einkommen erzielen durch die Einnahmen der
GEMA, denn noch gibt es deutschlandweit jede Menge Radiosender, die die Hits senden.

Radio Cottbus spielt ab dem 30. März 2020 täglich von 20 bis 21 Uhr lokale Bands, die es bisher nicht
oder nur selten ins Radio geschafft haben. Einzige Bedingung: Ihre Titel müssen bei der GEMA
angemeldet sein, damit aus den Air-Plays auch eine Ausschüttung entstehen kann. „Wir rufen alle
Bands und Musiker*innen aus unserem Sendegebiet auf, uns ihre Musik zu schicken. Wir spielen
Euch und Ihr bekommt Geld – das ist das, was wir sofort für Euch tun können!“, so Musikredakteur
Bengt Schneider (43) zur Idee der neuen Sendung. „Wir müssen jetzt zusammenstehen und jeder
sollte sich überlegen, was er für andere tun kann!“

Und natürlich hat die Corona-Krise auch Radio Cottbus eiskalt erwischt. Als lokaler Privatsender
finanziert sich das Unternehmen ausschließlich durch Werbeschaltungen. Mehr als die Hälfte der
Kunden haben aktuell ihre Werbung storniert. „Kurzarbeit oder Entlassungen sind allerdings kaum
eine Option für uns, da wir als lokales Radio aktuell gebraucht werden wie selten zuvor“, so
Senderchef Ronny Gersch (45). „Wir leisten aktuell einen enorm wichtigen Beitrag zum Risiko- und
Krisenmanagement. Und das nicht nur, weil wir alle wichtigen Informationen der örtlichen Behörden
direkt an die Bevölkerung weitergeben können, sondern auch, weil im kulturellen Bereich gerade
viele kreative neue Programminhalte entstehen. Das duale Rundfunksystem mit seinen vielen lokalen
Sendern muss unbedingt erhalten bleiben und wir hoffen, dass das Bund und Länder auch erkennen
und rechtzeitig für Unterstützung sorgen.“

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