Überraschung in bunten Schuhkartons

Bereits seit 2001 fährt jedes Jahr im Dezember ein Konvoi mit Weihnachtspäckchen von Deutschland aus nach Osteuropa. Anfangs ging es nach Rumänien, mittlerweile gelangen die Geschenke auch nach Bulgarien, Moldawien und die Ukraine. So konnten schon insgesamt über eine Million Weihnachtspäckchen an Kinder in diesen Regionen verteilt werden.

In diesem Jahr war es für den Raum Freital der 16. November, an dem die Päckchen geladen und zu den Sammelstellen gefahren werden. Den Termin haben sich Schüler, Eltern und Lehrer der Wilhelmine-Reichard-Schule in Freital-Döhlen dick im Kalender vermerkt. Denn die Päckchen müssen frühzeitig verpackt werden, um pünktlich zu Weihnachten ihre Ziele zu erreichen.

Kleine Dinge – große Freude

Es ist nicht viel, was in einen Schuhkarton passt: Eine Mütze und Handschuhe, Zahnpasta und Zahnbürste, Buntstifte mit Spitzer und Malblock, ein kleiner Kuschelbär – fertig ist das Weihnachtsgeschenk.

»Was für deutsche Kinder bescheiden aussehen würde, ist für viele Jungen und Mädchen in Kinderheimen Osteuropas oft das Einzige, was sie im Jahr geschenkt bekommen«, so Petra Moschke. Die Lehrerin an der Wilhelmine-Reichard-Schule hat mit ihren Schülern alle Päckchen beschriftet und für den Transport zusammengestellt. »Unsere Kinder haben zusätzlich viel von zu Hause mitgebracht: Spielsachen, Kuscheltiere, Denkspiele, Knete. Auch warme Sachen, Zahnbürsten und andere Hygieneartikel waren dabei«, zählt die Klassenlehrerin auf. Einziges Kriterium: Alles müsse neu sein, gebrauchte Sachen sind nicht erlaubt.

50 Schuhkartons

Knapp 50 bunt beklebte Schuhkartons stapelten sich in diesem Jahr in der Schule. Mitgemacht haben Schüler aus fast allen Klassen, erzählt Petra Moschke. Viel Arbeit für sie und weitere engagierte Lehrerinnen und Lehrer. Denn schließlich muss jeder Karton aus zollrechtlichen Bestimmungen nochmals geöffnet und kontrolliert werden.

Päckchen schon unterwegs

»Tolle Sachen sind dieses Jahr in den Päckchen gewesen, ganz viele waren liebevoll gepackt«, lobt sie die Kinder und Eltern. Inzwischen sind die Schuhkartons in großen Versandkisten verstaut und von einer Spedition abgeholt. Sie gehen zunächst in ein Zentrallager und von dort aus in die Empfängerländer. Damit die Geschenke auch wirklich bei ihren Adressaten ankommen, werden die Transporte von Helfern begleitet.

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