Wassermann und Pückler-Karawane

Anfang Juli 2021 wird seine spannende Geschichte, auch die von der gefürchteten Hexe Baba Jaga und anderer slawischer Märchenfiguren, für Jung und Alt bei einem Erlebniswochenende im Heimatmuseum Dissen erzählt, gespielt und besungen. Das mit 9.400 Euro unterstützte Vorhaben gehört zu den 24 Sieger-Projekten des Ideenwettbewerbs „Kulturelle Heimat Lausitz“. Das Brandenburger Kulturministerium fördert die ausgewählten Kulturangebote mit rund 1,1 Millionen Euro. „Der Wettbewerb ist Teil des Sofortmaßnahmeprogramms des Bundes zur Strukturstärkung in den Braunkohlegebieten“, teilte das Ministerium mit. Organisiert werden die kleinen und auch  strategisch angelegten Projekte bis Dezember 2021 vom Verein „IBA Studierhaus Lausitzer Seenland“. Um die Fördergelder hatten sich 155 Antragsteller aus der Lausitz beworben.

Die Palette der ausgewählten, kulturellen Vorhaben ist bunt und vielfältig. Die Stadt Cottbus erhält rund 150.000 Euro für das eingereichte Projekt „3.000 Jahre Lausitzer Industriekultur – Zukunft der Vergangenheit“. Der Förderverein aqamediale in Lübben wird mit rund 135.000 Euro für den„Eisenhammer Schlepzig – Das Lausitzer Künstlerhaus“ unterstützt. Für gelebte, sorbische Bräuche – gestern, heute und morgen“ erhält der Witaj-Hort im Cottbuser Stadtteil Sielow rund 4.000 Euro aus dem landesweiten Fördertopf. Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz kann sich auf 116.000 Euro für ihr Projekt „Pückler-Karawane – innovatives Kulturlabor Lausitz“ freuen. 15.000 Euro gibt es für das sorbisch-wendische Literaturfest der Tourismus, Kultur und Stadtmarketing (TKS) Lübben und 10.000 Euro für Cottbuser Künstlerhäuser im Rahmen der in diesem Jahr nicht stattfindenden „Nacht der kreativen Köpfe“ der pool production GmbH.

Das Nachwuchs-Literaturzentrum „Ich schreibe! e.V.“ in Brieske erhält 5.800 Euro für die Revitalisierung soziokultureller Wandlungsprozesse und die Museumsgalerie Lauchhammer wird für ihr Projekt „Kunst und Kultur versus Kohlestaub“ mit rund 5.000 Euro gefördert. „Mein Ziel ist es, die Lausitz als eigenständige und attraktive Kulturregion weit über die Landes- und Ländergrenzen hinaus bekannt zu machen“, sagte Brandenburgs Kulturministerin Manja Schüle. Sie will, dass die Lausitz in den kommenden zehn bis 15 Jahren sogar zur Kulturhauptstadt Europas wird.

 

 

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