Wie lange gelten die Einschränkungen noch?

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die selbst gerade ihre Arbeit von zu Hause aus in Quarantäne erledigen muss, spricht in einem veröffentlichten Telefonat derzeit von kei­ner Lockerung der Maß­nahmen. Nach wie vor seien die Ansteckungs­zahlen sehr hoch und es gebe keinen Grund zur Entwarnung, so die Kanz­lerin. Die Maßnahmen gel­ten mindestens bis zum 20. April. Das bestätigte auch Kanzleramtschef Helge Braun in einem Interview. Derzeit wird an einer Strategie für »die Zeit danach« gearbeitet und je nach Erfolg der Ein­schränkungen gemessen, wie der künftige Alltag in Deutschland aussehen wird.

Intensive Arbeit an neuen Impfstoff

Priorität hat das Ge­sundheitssystem, welches nicht überlastet werden darf. Mit den Maßnahmen möchte die Regierung Zeit gewinnen, um die Ausbrei­tung des Virus einzudäm­men und die Forschung eines Impfstoffes voran­zubringen. Nach derzeiti­gen Wissensstand könnte ein Impfstoff im Laufe des nächsten Jahres erfolg­reich eingesetzt werden.

Die Läden, die noch ge­öffnet haben, müssen sich an strenge Auflagen hal­ten. Supermärkte müssen den Zutritt mit Sicherheitspersonal so steuern, um Warteschlangen an der Kasse zu vermeiden und den Mindestabstand zu gewährleisten. Abgezählte Einkaufswagen, Plexiglas­scheiben vor den Kassen, Abstandsmarkierungen und wenn möglich kontakltlos mit Karte bezah­len sind Maßnahmen, an die sich die Kunden weiter gewöhnen müssen. Die Arbeitsbelastung für die Mitarbeiter ist sehr hoch.

Apotheker schützen Personal weiterhin

Die Apotheken wer­den ebenfalls ihre Vor­sichtsmaßnahmen bis auf Weiteres beibehalten. In der Valtenberg-Apotheke Neukirch werden die Kun­den vorwiegend an der Notdienstklappe und an den Außentüren bedient, ohne die Apotheke betre­ten zu müssen. Es wird großen Wert auf Abstand gelegt.

»Die Gesundheit des Personals hat oberste Pri­orität«, so Inhaberin Dr. Petra Glathe. Die Maßnah­men legen die Apothe­kerinnen und Apotheker in eigener Verantwortung und entsprechend der räumlichen Möglichkeiten fest. Infizierte Personen, auch solche mit milden Symptomen, sollten in dieser Zeit möglichst nicht selbst die Apotheke auf­suchen, sondern sich von Angehörigen oder Be­kannten versorgen lassen, so die einhellige Meinung der Pharmazeuten.

Kornmarktcenter gespenstisch leer

Das Kornmarktcenter ist am stärksten von der Schließung der Geschäfte betroffen. Circa 55 Ge­schäfte haben dort bis zum 20. April ihre Ge­schäftstüchtigkeit einge­stellt. Im Einkaufszentrum tummeln sich nur wenige Kunden. Die Restaurant­kette Nordsee hat freiwil­lig alle Geschäfte deutsch­landweit geschlossen. An einen normalen Einkaufs­bummel ist erst einmal nicht zu denken.

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