Zimmis Einwurf – Der Schritt war für Fiél zu viel

Nun ist es doch passiert. Cristian Fiél musste seinen Hut nehmen. Zwei Philosophien sind krachend gescheitert. Die erste vom Sportgeschäftsführer Ralf Minge, ein junges, frisches Trainerprojekt aufstellen zu wollen. Die zweite vom stolzen Spanier, frisch von der Schule weg eine junge, hungrige Mannschaft ins Fegefeuer zu schicken, der allerdings die Qualität fehlte. Natürlich haben die Spieler ihren Coach im Stich gelassen. Aber wieder einmal griffen die Mechanismen. Das schwächste Glied in der Kette musste geopfert werden.

Fiél hielt seit Saisonbeginn an seinem Schema fest. Gnadenlos verordnete er seinen Jungs den Ballbesitzfußball. Die durften Fehler machen, wurden jedoch nicht öffentlich gerügt. Der Trainer beschützte sie regelrecht. Aus der Sicht des Fußballlehrers durchaus verständlich. Er wollte keine Hackordnung, die aber jedes Team dringend benötigt. Mit vier Kapitänen wollte er den FC Barcelona kopieren. Inzwischen allerdings brachen alle Dämme in der Abwehr. Abstiegskampf sieht anders aus. Und der Höhepunkt dann das letzte Spiel. Leere Gesichter, verdrückte Tränen. Fiél wollte Dresden etwas Besonderes bieten. Seinem Team fehlten die Typen. Hartmann meistens wegen Verletzung außen vor. Ebert hatte mit sich zu tun. Mit Löwe war ein Abwehrspieler eingekauft, aber kein Leader. Kreuzer wollte, meistens saß er draußen. Und wer bitteschön kommt jetzt?

Ihr Gert Zimmermann

Die Video-Kolumne „Zimmis Grätsche“, von und mit Gert Zimmermann, gibt’s >>HIER<<

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